14. Juli 2012

Grundlegendes Ergebnis der Schiedsrichtertagung: Das Grundgehalt kommt

Im Zuge der jährlichen und mittlerweile obligatorischen Schiedsrichtertagung des Deutschen Fußball Bundes (DFB) in Altensteig-Wart sind immense Fortschritte für das deutsche Schiedsrichterwesen zu verzeichnen. 

von links: Herbert Fandel, Wolfgang Niersbach, Florian Meyer (c) DFB

DFB und DFL haben sich demnach auf grundlegende Verbesserungen hinsichtlich der finanziellen Ausstattung der Schiedsrichter in den Profiligen ausgesprochen, welche auch den von der FIFA vorangetriebenen Druck im Hinblick auf eine weitere Professionalisierung der deutschen Schiedsrichter angemessen begegnen sollen. Zwar lehnt der DFB reine Profi-Schiedsrichter auch weiterhin ab, jedoch enthält ein Drei-Punkte-Maßnahmenpaket wesentliche Grundzüge, die die Offiziellen näher an diesen Status führen sollen. 
Die Bundesliga-Schiedsrichter erhalten künftig in jeder Saison eine finanzielle Grundabsicherung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Mindestbetrag liegt bei 15.000 Euro für die Zweitliga-Referees, die fünf Fifa-Schiedsrichter der Elite-Klasse erhalten das Maximum von 40.000 Euro. Die Bundesliga-Schiedsrichter bekommen 20.000 Euro. Diese Summen werden unabhängig von den üblichen Spielhonoraren* gezahlt und dienen so als Absicherung für mögliche Ausfallzeiten im Verletzungs- oder Krankheitsfall. Wolfgang Stark hatte sich zuletzt auch in den Medien deutlich für eine Einführung des Grundgehalts stark gemacht.

* Spielhonorare:
Schiedsrichter: Bundesliga 3800 €, 2. Bundesliga 2000 €
Schiedsrichterassistenten: Bundesliga 2000 €, 2. Bundesliga 1000 €
Vierte Offizielle: Bundesliga 1000 €, 2. Bundesliga 500 €

Hinzu kommt die Einführung eines Physiotherapeuten, der sich ausschließlich um die physische Verfassung der Unparteiischen an den jeweiligen Spielorten kümmert (die Tatsache, dass dies bisher nicht üblich war, hatte im vergangenen Frühjahr auch Manuel Gräfe in einem 11Freunde-Interview massiv kritisiert). 
Zudem erhält nun jeder Schiedsrichter der Profiligen die Möglichkeit, jene Situationen multimedial abrufen zu können, die seine jeweiligen Beobachter bzw. Mentoren bei den Spielnachbereitungen als für ihn besonders signifikant bewertet hatten. Dies fördere laut DFB das individuelle Coaching und die intensive Nachbereitung der Spiele.

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