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18. August 2026

Schlager leitet Supercup & DFB-Pokal 1. Runde

Für den diesjährigen Supercup zwischen Borussia Dortmund und Bayern München wurde Daniel Schlager aus Bietigheim angesetzt. Dies ist nach einigen wichtigen Bundesliga- und Relegations-Spielen und einem Pokal-Halbfinale ein weiteres großes Spiel für ihn, welches er sich durch seine guten Leistungen in der letzten Saison verdient hat. Es ist ebenfalls das erste Mal, dass Schlager ein Spiel zwischen diesen beiden Mannschaften leitet. Insgesamt hat Dortmund eine sehr positive Bilanz unter seiner Leitung (9S-1U-1N), während die Bayern ebenfalls eine Niederlage mit Schlager erlitten haben - im Februar 2024 in Bochum. Dem gegenüber stehen aber 4 Siege und 2 Unentschieden.

In dem Spiel am Samstagabend assistieren ihm Sven Waschitzki-Günther und Tobias Fritsch. Als Vierter Offizieller ist Timo Gerach dabei, während Johann Pfeifer und Markus Sinn als Video-Assistenten unterstützen.

DFB-Pokal 1. Runde:
SC St. Tönis - Eintracht Frankfurt: Davina Lutz, Luca Schultze, Niclas Diehm, Leonidas Exuzidis
Preußen Münster - Karlsruher SC: Florian Badstübner, Christian Gittelmann, Roy Dingler, Timon Schulz
Waldhof Mannheim - 1.FC Kaiserslautern: Robert Schröder, Jan Neitzel-P., Stefan Lupp, Lars Erbst
Hansa Rostock - VfB Stuttgart: Sascha Stegemann, Christof Günsch, Fabian Maibaum, Jarno Wienefeld

Wehen Wiesbaden - Bayer Leverkusen: Christian Dingert, Benedikt Kempkes, Alexander Sather, Patrick Schwengers
Energie Cottbus - FC Augsburg: Robin Braun, Florian Heft, Asmir Osmanagic, Max Kluge
Erzgebirge Aue - 1899 Hoffenheim: Konrad Oldhafer, Tim Kohnert, Ben Uhrig, Kenny Abieba
SV Hemelingen - Hannover 96: Martin Wilke, Matthias Heilig, Mika Forster, Luca Sambill
1.FC Saarbrücken - Hertha BSC: Benjamin Brand, Thomas Stein, Marco Achmüller, Sebastian Hilsberg
Viktoria Köln - 1.FC Nürnberg: Eric Weisbach, Robert Kempter, Hannes Ventzke, Cengiz Kabalakli
MSV Duisburg - SV Elversberg: Max Burda, Sascha Thielert, Julius Martenstein, Lukas Benen
Lüneburger SK - Werder Bremen: Fabienne Michel, Nikolai Kimmeyer, Philipp Hofheinz, Niclas Rose
Eintracht Trier - RB Leipzig: Marc Eckermann, Felix Grund, Sebastian Stadlmayr, Jan-V. Ritter
Sonnenhof Großaspach - Arminia Bielefeld: Felix Bickel, Patrick Kessel, Christoph Kluge, Assad Nouhoum
1860 München - Holstein Kiel: Felix Weller, Christian Bandurski, Dominic Stock, Manuel Bergmann

SSV Jeddeloh - 1.FC Heidenheim: Jonah Besong, Jan Weßels, Kristijan Rajkovski, Henry Schröder
Greuther Fürth - VfL Bochum: Florian Lechner, Kevin Behrens, Markus Schüller, Daniel Bartnitzki
Eintracht Braunschweig - Union Berlin: Sören Storks, Thorben Siewer, Nico Fuchs, Leonidas Exuzidis
Schott Mainz - Borussia Mönchengladbach: Timo Gansloweit, Mitja Stegemann, Tobias Severins, Davina Lutz
VfB Kriechow - FSV Mainz: Lennart Kernchen, Julian Bergmann, Mika Jungclaus, Max Kluge
Carl Zeiss Jena - Darmstadt 98: Wolfgang Haslberger, Tobias Endriß, Maximilian Lotz, Johannes Wagner
Bahlinger SC - 1.FC Magdeburg: Felix Wagner, Simon Schreiner, Luis Riedel, Luca Schlosser
Westfalia Rhynern - Dynamo Dresden: Justin Hasmann, Oliver Lossius, Jason Lieser, Steven Greif
Fortuna Düsseldorf - SC Freiburg: Robert Hartmann, Lasse Koslowski, Eric Müller, Lukas Benen
Rot-Weiss Essen - FC St. Pauli: Tobias Reichel, Marcel Unger, Alexander Roppelt, Tom Bauer
Phönix Lübeck - SC Paderborn: Felix Prigan, Rene Rohde, Michael Näther, Luca Jürgensen

SC Verl - Hamburger SV: Lars Erbst, Manuel Bergmann, Cengiz Kabalakli, Timon Schulz
VSG Altglienicke - VfL Wolfsburg: Jarno Wienefeld, Christian Dietz, Mario Hildenbrand, Niclas Rose
Würzburger Kickers - 1.FC Köln: Martin Petersen, Robert Wessel, Eduard Beitinger, Michael Bacher
Hallescher FC - Schalke 04: Matthias Jöllenbeck, Dominik Schaal, Jonas Weickenmeier, Richard Hempel


Weitere Ansetzungen für BL-Schiedsrichter:
Kyoto Sanga - Mito Hollyhock: Harm Osmers, Takeshi Asada, Yuta Tashiro, Daichi Shiino - Yusuke Araki, Ryo Nakazawa
Cerezo Osaka - Shimizu S-Pulse: Florian Exner, Tomoyoki Umeda, Mikiya Nishimura, Yuki Tanabe - Atsushi Kamimura, Kota Watanabe

3. August 2026

Saisonbeginn mit Haslberger und Michel

Mit dem Eröffnungsspiel der 2. Bundesliga zwischen dem VfL Bochum und Hertha BSC startet am Freitag die Saison 2026/27 im Bundesliga-Bereich. Das Spiel wird von Wolfgang Haslberger geleitet, ihm assistieren Tobias Endriß und Martin Speckner. Vierter Offizieller ist Tom Bauer, während Nicolas Winter und Frederick Assmuth als Video-Assistenten unterstützen.

Das Auftaktspiel der neuen Drittliga-Saison, das von Waldhof Mannheim und Fortuna Düsseldorf bestritten wird, wird von FIFA-Schiedsrichterin Fabienne Michel geleitet. Ihr assistieren Christian Gittelmann und Luca Schlosser, sowie der Vierte Offizielle Martin Wilke.

Weitere Ansetzungen 2. Bundesliga:
1.FC Heidenheim - VfL Osnabrück: Eric Weisbach, Rene Rohde, Hannes Ventzke, Davina Lutz - Robert Kampka, Markus Wollenweber
Darmstadt 98 - Holstein Kiel: Felix Bickel, Sascha Thielert, Christoph Kluge, Timo Gansloweit - Arne Aarnink, Markus Sinn
Karlsruher SC - Arminia Bielefeld: Michael Bacher, Nico Fuchs, Marcel Unger, Jonah Besong - Guido Winkmann, Franz Bokop
1.FC Magdeburg - Eintracht Braunschweig: Felix Prigan, Robert Wessel, Michael Näther, Niclas Rose - Patrick Hanslbauer, Vanessa Kaminski
VfL Wolfsburg - 1.FC Kaiserslautern: Florian Exner, Christian Dietz, Mitja Stegemann, Florian Lechner - Katrin Rafalski, Mike Pickel
FC St. Pauli - Greuther Fürth: Harm Osmers, Florian Heft, Julius Martenstein, Lukas Benen - Arne Aarnink, Felix-B. Schwermer
1.FC Nürnberg - Dynamo Dresden: Jarno Wienefeld, Luca Jürgensen, Mario Hildenbrand, Felix Weller - Patrick Alt, Riem Hussein
Energie Cottbus - Hannover 96: Lars Erbst, Manuel Bergmann, Cengiz Kabalakli, Alexander Sather - Pascal Müller, Guido Kleve

17. Juli 2026

WM-Finale mit Dankert

Bastian Dankert komplettiert seine beeindruckende Sammlung von Final-Einsätzen und wird am Sonntag beim WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien den slowenischen Schiedsrichter Slavko Vincic als Video-Assistenten unterstützen. Er hat mit Vincic bereits in zwei Spielen bei diesem Turnier zusammengearbeitet und kommt dort insgesamt auf 6 WM-Spiele als erster Video-Assistent und 6 WM-Spiele als Assistent des Video-Assistenten.
Er wird im Finale unterstützt von Nicolas Gallo aus Kolumbien und Khalis Al Marri aus Katar. Die Assistenten von Vincic sind wie immer seine Landsleute Tomaz Klancnik und Andraz Kovacic. Vierter Offizieller ist Adham Makhadmeh aus Jordanien.

30. Mai 2026

Aytekin und Michel sind Schiedsrichter des Jahres

Im Rahmen des Saisonabschlusses in Leipzig wurde heute vom DFB der Schiedsrichter des Jahres der Saison 2025/2026 verkündet. Die Wahl der deutschen Schiedsrichter fiel auf den 47-jährigen Franken Deniz Aytekin, der einige Topspiele leitete und nun seine Karriere beendet. Für Aytekin ist es die vierte Ehrung nach 2019, 2022 und 2024. 

Als Schiedsrichterin des Jahres wurde Fabienne Michel ausgewählt, die in der Champions League der Frauen debütiert hat und bei den Männern in der 3. Liga pfeift. 

29. Mai 2026

Burda und Hempel steigen in die Bundesliga auf

Max Burda wird für seine Leistungen in den letzten Jahren belohnt und steigt in die Bundesliga auf. Der 36-jährige Rechtsanwalt aus Berlin hat seit 2021 55 Spiele in der 2. Bundesliga geleitet.

Sachsen bekommt mit Richard Hempel seit langem wieder einen Erstliga-Referee. Er ist 28 Jahre alt, arbeitet als Sozialpädagoge und lebt in Dresden. Seit 2022 ist er zu 38 Einsätzen in der zweiten Liga gekommen. 

Den Platz dafür machen Deniz Aytekin (47 Jahre, 254 1.BL-Spiele seit 2008), Patrick Ittrich (47, 94 seit 2016), Tobias Welz (48, 156 seit 2010) und Frank Willenborg (47, 110 seit 2016) frei, die ihre Karrieren beendet haben. Welz bleibt der Liga als Video-Assistent erhalten.

Die Liste der Schiedsrichter für die 2. Bundesliga werden Patrick Alt (41, 112 2.BL-Spiele seit 2015) und Robert Kampka (44, 35 1.BL-Spiele, 146 2.BL-Spiele seit 2010) verlassen. Sie setzen ihre Karriere als spezialisierte Video-Assistenten fort. 

Cristian Ballweg (30, 61 3.L-Spiele seit 2021) aus Zwingenberg (Hessen), Justin Hasmann (27, 26 3.L-Spiele seit 2024) aus Neunkirchen (Saarland) und Felix Weller (30, 38 3.L-Spiele seit 2023) aus Neunkirchen (Westfalen) sind dafür die Aufsteiger aus der 3. Liga.

Mit Steven Greif aus Gotha (Thüringen) und Julius Martenstein aus Marburg (Hessen) steigen zudem zwei Assistenten in die erste Liga auf. Der 32-jährige Greif hat seit 2020 bei 66 Spielen im Unterhaus assistiert, insbesondere in den Gespannen von Florian Lechner, Felix Prigan und Robert Kampka. Der 34-jährige Martenstein hat seit 2017 bereits in 104 Zweitliga-Spielen assistiert, zuletzt im Gespann von Florian Lechner. Sie ersetzen Mark BorschThomas Gorniak und Christian Leicher, die die DFB-Listen verlassen haben.

Aufsteiger in die 3. Liga: Max Kluge (23, Sachsen), Maximilian Lotz (25, Hessen), Luca Sambill (22, Schleswig-Holstein), Henry Schröder (21, Westfalen), Franziska Wildfeuer (32, Sachsen)

Spezialisierung Assistent 2. Bundesliga: Daniel Bartnitzki, Nico Fuchs, Luca Jürgensen 

Aufsteiger Assistent 2. Bundesliga: Roy Dingler

nicht mehr Assistent 2. Bundesliga: Marcel Gasteier, Dominik Jolk, Stefan Zielsdorf

nicht mehr AVAR: Arno Blos, Holger Henschel

Aufsteigerin Frauen-Bundesliga: Daniela Kottmann (für Riem Hussein)

11. Mai 2026

Champions-League-Finale für Siebert

Daniel Siebert wird am 30. Mai das Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal London leiten. Für den 42-jährigen Berliner dürfte dieses Spiel den Höhepunkt seiner Karriere darstellen. Mit 27 Champions-League-Einsätzen und Teilnahmen an drei großen Nationalmannschafts-Turnieren der letzten Jahre bringt er dafür einiges an Erfahrung mit.
Paris Saint-Germain hat von 4 Spielen unter Siebert 3 gewonnen, in dieser Saison gab es ein Unentschieden in Bilbao. Arsenal London ist mit 4 Siegen in ebenfalls 4 Spielen unter Sieberts Spielleitung noch unbesiegt. Beide Vereine sind in diesen Spielen ohne Platzverweis ausgekommen.

In Budapest wird Siebert von seinem üblichen Team assistiert. Dazu gehören die Assistenten Jan Seidel (41 Jahre alt, 26 CL-Spiele) und Rafael Foltyn (40, 32). Bastian Dankert (45, 63 CL-Spiele als VAR) und Robert Schröder (40) sind wie im Halbfinale seine Video-Assistenten, dazu kommt der Spanier Carlos del Cerro Grande. Als Vierter Offizieller ist der Schweizer Elite-Schiedsrichter Sandro Schärer angesetzt.

Europa-League-Finale:
SC Freiburg - Aston Villa: Francois Letexier (Frankreich)

Conference-League-Finale:
Crystal Palace - Rayo Vallecano: Maurizio Mariani (Italien)

Frauen-CL-Finale:
FC Barcelona - Olympique Lyon: Tess Olofsson (Schweden)

Jablonski leitet das Pokalfinale

Sven Jablonski wird das Pokalfinale zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart am 23. Mai leiten. Nach einer guten Bundesliga-Saison, in der er einige Topspiele leiten durfte und international in die Elite Category der UEFA aufgestiegen ist, wartet nun ein weiteres Highlight auf Jablonski. Der 36-Jährige aus Bremen hat seit seinem Aufstieg 2017 bisher 125 Bundesliga-Spiele geleitet.

Bayern München war in dieser Saison gegen Freiburg und in Dortmund unter Jablonskis Leitung erfolgreich und hat auch insgesamt mit 10 Siegen, 4 Unentschieden und 0 Niederlagen eine positive Bilanz, dabei gab es noch keinen Platzverweis gegen die Bayern. Die Stuttgarter haben ebenfalls eine positive Bilanz mit dem Final-Schiedsrichter (8S-3U-4N), zuletzt ein Heimsieg gegen den Hamburger SV im April. 

Die Assistenten von Sven Jablonski sind Sascha Thielert und Eduard Beitinger. Thielert ist 46 Jahre alt und stand seit 2007 336 Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie.  Der 42-jährige Beitinger hat seit 2014 in 221 Bundesliga-Spielen assistiert. Für die Ordnung bei den Trainerbänken und die Durchführung der Auswechslungen wird Frank Willenborg in seinem wohl letzten Einsatz zuständig sein. Als  Video-Assistent in dem  Pokalfinale wurde Sören Storks nominiert, der in dieser Saison 15 BL-Spiele in dieser Rolle absolviert hat. Ihn unterstützt sein westfälischer Kollege Christian Fischer

9. April 2026

Zwayer für WM ausgewählt

Felix Zwayer wird, wie zu erwarten war, im Sommer an der Weltmeisterschaft in Nordamerika teilnehmen. Er steht auf einer Liste von 52 Schiedsrichtern, die heute bekannt wurde. Diese Referees werden ab dem 31. Mai in Miami auf die WM vorbereitet. Neben Zwayer wurden aus deutscher Sicht Christian Dietz und Robert Kempter als Assistenten für das Turnier nominiert. Außerdem gehört Bastian Dankert zu den 30 Unparteiischen, die bei der Weltmeisterschaft als Video-Assistenten eingesetzt werden.

Die komplette SR-Liste:
Ramon Abatti (Brasilien), Omar Al Ali (VAE), Abdulrahman Al Jassim (Katar), Khalid Al Turais (Saudi-Arabien), Yusuke Araki (Japan), Omar Artan (Somalia), Pierre Atcho (Gabun), Ivan Barton (El Salvador), Dahana Beida (Mauretanien), Juan Benitez (Paraguay), Juan Calderon (Costa Rica), Raphael Claus (Brasilien), Ismail Elfath (USA), Alireza Faghani (Australien), Yael Falcon (Argentinien), Drew Fischer (Kanada), Cristian Garay (Chile), Katia Garcia (Mexiko), Mustapha Ghorbal (Algerien), Alejandro Hernandez (Spanien), Dario Herrera (Argentinien), Jalal Jayed (Marokko), Campbell-Kirk Kawana-Waugh (Neuseeland), Istvan Kovacs (Rumänien), Francois Letexier (Frankreich), Ma Ning (China), Adham Makhadmeh (Jordanien), Danny Makkelie (Niederlande), Szymon Marciniak (Polen), Maurizio Mariani (Italien), Hector Martinez (Honduras), Amin Mohamed (Ägypten), Oshane Nation (Jamaika), Glenn Nyberg (Schweden), Michael Oliver (England), Kevin Ortega (Peru), Tori Penso (USA), Joao Pinheiro (Portugal), Cesar Ramos (Mexiko), Andres Rojas (Kolumbien), Wilton Sampaio (Brasilien), Sandro Schärer (Schweiz), Ilgiz Tantashev (Uzbekistan), Anthony Taylor (England), Gustavo Tejera (Uruguay), Facundo Tello (Argentinien), Abongile Tom (Südafrika), Clement Turpin (Frankreich), Jesus Valenzuela (Venezuela), Slavko Vincic (Slowenien), Felix Zwayer (Deutschland)

Alle Video-Assistenten:
Khamis Al-Marri (Katar), Abdullah Alshehri (Saudi-Arabien), Mahmoud Ashour (Ägypten), Ivan Bebek (Kroatien), Jerome Brisard (Frankreich), Bastian Dankert (Deutschland), Carlos del Cerro Grande (Spanien), Marco di Bello (Italien), Joe Dickerson (USA), Rob Dieperink (Niederlande), Hamza El Fariq (Marokko), Shaun Evans (Australien), Fu Ming (China), Nicolas Gallo (Kolumbien), Antonio Garcia (Uruguay), Jarred Gillett (England), Leodan Gonzalez (Uruguay), Tatiana Guzman (Nicaragua), Dennis Higler (Niederlande), Tomasz Kwiatkowski (Polen), Juan Lara (Chile), Hernan Mastrangelo (Argentinien), Erick Miranda (Mexiko), Mohammed Obaid (VAE), Guillermo Pacheco (Mexiko), Fedayi San (Schweiz), Juan Soto (Venezuela), Rodolpho Toski (Brasilien), Bram van Driessche (Belgien), Armando Villareal (USA)

2. März 2026

Regeländerungen 2026

Die internationale Regelkommission des Fußballs, das International Football Association Board (IFAB), hat bei ihrer Jahreshauptversammlung in Hensol Castle mehrere Änderungen am Regelwerk beschlossen. Die neuen Bestimmungen treten erstmals bei der Weltmeisterschaft 2026 in Kraft und sollen anschließend weltweit übernommen werden.
Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen gegen Zeitspiel sowie erweiterte Eingriffsmöglichkeiten des Video-Assistenten.
Im Folgenden ein Überblick über die beschlossenen Änderungen.

Countdown bei Einwürfen und Abstößen

Die bereits bestehende Zeitbegrenzung für Torhüter beim Abwurf oder Abschlag wird erweitert.
Künftig kann der Schiedsrichter auch bei Einwürfen und Abstößen einen öffentlichen Countdown von 5 Sekunden starten.
  • Wird der Ball nach Ablauf der Frist nicht ins Spiel gebracht, erhält der Gegner den Ball.
  • Bei Abstößen kann als Sanktion ein Eckstoß für die gegnerische Mannschaft gegeben werden.
  • Der Zeitpunkt, ab dem gezählt wird, liegt im Ermessen des Schiedsrichters.
Ziel ist es, Verzögerungen bei der Spielfortsetzung zu reduzieren.

Zeitlimit für Auswechslungen

Bei einem Wechsel gilt künftig ein festes Zeitfenster:
  • Der ausgewechselte Spieler muss das Spielfeld innerhalb von 10 Sekunden verlassen.
  • Wird diese Zeit überschritten, darf der einzuwechselnde Spieler erst bei der nächsten Spielunterbrechung auf das Feld.
  • Die Mannschaft spielt in dieser Zeit in Unterzahl.
Damit soll verhindert werden, dass Wechsel zur Spielverzögerung genutzt werden.

Mindestpause nach Behandlung auf dem Spielfeld

Wird ein Feldspieler wegen einer Verletzung behandelt und verlässt das Spielfeld, gilt künftig:
  • Der Spieler muss mindestens eine Minute außerhalb des Feldes bleiben, bevor er zurückkehren darf.
  • Die Regel gilt unabhängig davon, wie lange die Behandlung tatsächlich dauert.
  • Ausnahmen sind möglich, wenn die Verletzung Folge eines Fouls mit Verwarnung oder Platzverweis ist.
  • Torhüter sind ausgenommen.
Diese Änderung soll sowohl den Spielfluss schützen als auch eine ruhige medizinische Behandlung ermöglichen.

VAR darf Gelb-Rote Karten überprüfen

Der Video-Assistent erhält zusätzliche Befugnisse:
  • Künftig darf überprüft werden, ob die zweite Gelbe Karte vor einer Gelb-Roten Karte eindeutig falsch war.
  • Wird ein klarer Fehler festgestellt, kann der Schiedsrichter seine Entscheidung korrigieren.
  • Nicht überprüft werden weiterhin:
    • erste Gelbe Karten
    • nicht gegebene zweite Verwarnungen
Damit erweitert sich der Prüfbereich des VAR über bisherige Platzverweise hinaus.

Korrektur bei eindeutig falschen Eckbällen

Der Video-Assistent kann künftig auch eingreifen, wenn ein Eckstoß offensichtlich falsch entschieden wurde.
Voraussetzungen:
  • Der Fehler muss sofort erkennbar sein.
  • Die Korrektur darf den Spielfluss nicht wesentlich verzögern.
Wettbewerbe können selbst entscheiden, ob sie diese Option nutzen. Es handelt sich also um eine zusätzliche, aber nicht verpflichtende VAR-Funktion.

VAR bei Spielerverwechslungen beider Teams

Bisher durfte der VAR nur eingreifen, wenn innerhalb derselben Mannschaft der falsche Spieler bestraft wurde.
Neu ist:
  • Auch Verwechslungen zwischen beiden Teams können korrigiert werden.
  • Beispiel: Gelbe Karte oder Platzverweis für den falschen Spieler der falschen Mannschaft.
Diese Erweiterung betrifft Verwarnungen und Platzverweise.

Weitere kleinere Anpassungen

Neben den Hauptpunkten wurden zusätzliche Änderungen beschlossen:
  • Schmuck darf getragen werden, wenn er sicher abgedeckt ist.
  • Auslegungsrichtlinien zu bestehenden Regeln werden teilweise in das offizielle Regelwerk übernommen.
  • Weitere Tests zu Abseitsvarianten und technischen Hilfsmitteln laufen weiter, ohne dass dazu bereits eine Regeländerung beschlossen wurde.
Quellen: kickerSportschauIFAB

18. Dezember 2025

Jablonski steigt in UEFA Elite Group auf - Schlager neu in First Group - Brand wird FIFA-Schiedsrichter

Die UEFA hat ihre Schiedsrichter-Kategorien aktualisiert und dabei unter anderem zwei Deutsche aufsteigen lassen.

Der Bremer Bankkaufmann Sven Jablonski nimmt einen der Plätze in der höchsten Kategorie ein - das hatte sich zuletzt abgezeichnet. Er steht seit 2022 auf der FIFA-Liste. In seinen bisher 3 Einsätzen in der Champions League scheint er die UEFA-Beobachter überzeugt zu haben. Zukünftig kommt er somit auch für Einsätze in der KO-Phase in Frage.

Auch die Leistungen von Daniel Schlager wurden scheinbar von der UEFA positiv beurteilt, er steigt von der Second in die First Category, die zweithöchste Ebene, auf. Schlager ist 36 Jahre alt und pfeift ebenfalls seit 2022 international. Bisher stehen 1 Europa-League-Spiel und 5 Conference-League-Spiele sowie einige Qualifikationsspiele in seiner Bilanz. Durch seinen Aufstieg dürfte er nächste Saison in der Europa League und bei Länderspielen häufiger zum Einsatz kommen.

Da Robert Schröder seine internationale Karriere beendet, wird ein Platz für Deutschland bei der FIFA frei. Dafür wurde Benjamin Brand ausgewählt. Der 36-Jährige aus Bayern steht seit 2015 auf der Bundesliga-Liste und hat seitdem dort 90 Spiele absolviert.

Bei den internationalen Video-Assistenten ersetzen Robert Schröder, Benjamin Cortus und Sören Storks die FIFA-Schiedsrichter/Assistenten Daniel Siebert, Tobias Stieler und Christian Gittelmann.

Im Frauen-Bereich übernimmt Davina Lutz den FIFA-Platz von Riem Hussein.

Unterdessen wurde Felix Zwayer als einziger deutscher Schiedsrichter zu einem WM-Vorbereitungsseminar Anfang März eingeladen. Er befindet sich damit in der letzten Phase vor der WM-Nominierung, in der sich noch 58 Schiedsrichter (davon 16 von der UEFA) Hoffnung auf eine Turnierteilnahme machen können. Als Video-Assistenten stehen Bastian Dankert und Katrin Rafalski (auf einer speziellen Frauen-Liste) in der Vorauswahl für die WM.

Deutsche FIFA-Schiedsrichter 2026:
Elite: Sven Jablonski, Daniel Siebert, Tobias Stieler, Felix Zwayer
First: Harm Osmers, Daniel Schlager, Sascha Stegemann
Second: Florian Badstübner, Benjamin Brand, Matthias Jöllenbeck

11. August 2025

Osmers leitet Supercup & DFB-Pokal: 1. Runde

Für den diesjährigen Supercup zwischen VfB Stuttgart und Bayern München wurde Harm Osmers aus Hannover angesetzt. Es ist das dritte Mal, dass der 40-Jährige diese Begegnung leitet, bei den ersten beiden Malen gab es Auswärtssiege der Münchener. Auch insgesamt hat Stuttgart eine leicht negative Bilanz (6S-7U-7N) unter seiner Leitung, während sie bei den Bayern positiv (12S-2U-5N) ist - mit jeweils drei Platzverweisen gegen beide Vereine von Osmers.
Am Samstag assistieren ihm Dominik Schaal und Christian Gittelmann. Tom Bauer ist als Vierter Offizieller dabei, während Sascha Stegemann und Frederick Assmuth als Video-Assistenten unterstützen.

DFB-Pokal: 1. Runde
Sonnenhof Großaspach - Bayer Leverkusen: Michael Bacher, Felix Grund, Luca Schlosser, Martin Wilke
1.FC Saarbrücken - 1.FC Magdeburg: Robin Braun, Florian Heft, Mark Borsch, Jonah Besong
FC Gütersloh - Union Berlin: Jarno Wienefeld, Luca Jürgensen, Mario Hildenbrand, Niclas Rose
Arminia Bielefeld - Werder Bremen: Robert Hartmann, Christian Leicher, Tobias Schultes, Felix Bickel

Dynamo Berlin - VfL Bochum: Felix Wagner, Stefan Lupp, Simon Schreiner, Hannes Ventzke
FK Pirmasens - Hamburger SV: Timo Gansloweit, Martin Thomsen, Tobias Severins, Justin Hasmann
Bahlinger SC - 1.FC Heidenheim: Lukas Benen, Fynn Kohn, Lennart Kernchen, Philipp Hofheinz
Hansa Rostock - 1899 Hoffenheim: Wolfgang Haslberger, Thomas Stein, Tobias Endriß, Timon Schulz
SV Sandhausen - RB Leipzig: Matthias Jöllenbeck, Mitja Stegemann, Nikolai Kimmeyer, Sebastian Hilsberg
Eintracht Norderstedt - FC St. Pauli: Eric Weisbach, Robert Wessel, Oliver Lossius, Christoph Kluge
FV Illertissen - 1.FC Nürnberg: Patrick Alt, Thomas Gorniak, Dominik Jolk, Martin Wilke
SV Hemelingen - VfL Wolfsburg: Nico Fuchs, Tobias Esch, Lukas Koch, Ben Uhrig
Energie Cottbus - Hannover 96: Felix Prigan, Jan Neitzel-P., Michael Näther, Alexander Sather
Sportfreunde Lotte - SC Freiburg: Florian Lechner, Julius Martenstein, Kevin Behrens, Florian Heft
VfB Lübeck - Darmstadt 98: Leonidas Exuzidis, Tarik Damar, Fabian Porsch, Eric Müller

FV Engers - Eintracht Frankfurt: Robert Kampka, Tobias Fritsch, Steven Greif, Jonah Besong
Viktoria Köln - SC Paderborn: Sören Storks, Thorben Siewer, Jan Seidel, Justin Hasmann
Lokomotive Leipzig - Schalke 04: Max Burda, Lasse Koslowski, Hannes Ventzke, Stefan Lupp
Blau-Weiß Lohne - Greuther Fürth: Felix Weller, Henry Schröder, Florian Lukawski, Sven Waschitzki-G.
Jahn Regensburg - 1.FC Köln: Christian Dingert, Markus Schüller, Marco Achmüller, Felix Grund
ZFC Meuselwitz - Karlsruher SC: Lars Erbst, Manuel Bergmann, Cengiz Kabalakli, Michael Näther
Eintracht Stanhsdorf - 1.FC Kaiserslautern: Cristian Ballweg, Tim Waldinger, Maximiliam Prölss, Simon Schreiner
Atlas Delmenhorst - Borussia Mönchengladbach: Fabienne Michel, Rafael Foltyn Christoph Kluge, Julian Schaub, Luca Jürgensen
FC Homburg - Holstein Kiel: Assad Nouhoum, Kenny Abieba, Kadir Yagci, Luca Schlosser
Hallescher FC - FC Augsburg: Tobias Reichel, Christian Bandurski, Marcel Unger, Yannick Rupert
SSV Ulm - SV Elversberg: Richard Hempel, Daniel Bartnitzki, Tim Kohnert, Asmir Osmanagic

Dynamo Dresden - FSV Mainz: Florian Badstübner, Philipp Hüwe, Eduard Beitinger, Felix Bickel
1.FC Schweinfurt - Fortuna Düsseldorf: Timo Gerach, Alexander Sather, Patrick Kessel, Sebastian Hilsberg
Preußen Münster - Hertha BSC: Martin Petersen, Christof Günsch, Jonas Weickenmeier, Fabian Maibaum
Rot-Weiss Essen - Borussia Dortmund: Frank Willenborg, Sascha Thielert, Eric Müller, Patrick Schwengers

29. Mai 2025

Brych und Hussein Schiedsrichter des Jahres

Zum Ende der Saison hat der DFB Deutschlands Schiedsrichter des Jahres gekürt.

Ex-FIFA-Schiedsrichter Felix Brych erhält die Auszeichnung zum siebten Mal nach 2013, 2015, 2016, 2018, 2021 und 2023. Dadurch zieht er mit Markus Merk gleich. Er hat in dieser Saison 15 Spiele in der Bundesliga geleitet und dabei überwiegend gute Leistungen gezeigt. Das Highlight dürfte dabei sein  Einsatz am 3. Spieltag gewesen, welches gleichzeitig sein Comeback nach Verletzung und das Spiel war, welches ihm den BL-Rekord für die meisten Einsätze beschert hat. Brych beendet nun seine aktive Karriere.

Als Schiedsrichterin des Jahres haben die deutschen Schiedsrichter Riem Hussein ausgewählt. Sie erhält die Auszeichnung zum fünften Mal. In dieser Saison war sie (abgesehen von VAR-Einsätzen) fast nur im Frauenfußball unterwegs, hat dort unter anderem das zuschauerreiche Pokal-Halbfinale in Hamburg geleitet. Auch für sie war es das letzte Jahr einer erfolgreichen SR-Karriere.

28. Mai 2025

Braun steigt in die Bundesliga auf

Kurz nach Saisonende hat der DFB den Aufsteiger in die 1. Bundesliga, Robin Braun, bekannt gegeben. Er wurde in der abgelaufenen Saison bereits probeweise in der ersten Liga eingesetzt. Er ersetzt Felix Brych, der altersbedingt seine Karriere beendet. Der Niederrhein bekommt mit Braun somit wieder einen Erstliga-Referee. Der 29-jährige Jurist hat seit 2021 46 Spiele in der 2. Bundesliga geleitet.

Fünf Schiedsrichter rücken dafür in die 2. Bundesliga nach: Felix Bickel (29, 34 3.L-Spiele seit 2022) aus Wolfsburg, Marc Eckermann (27, 38 3.L-Spiele seit 2021) aus Winnenden (Württemberg), Konrad Oldhafer (30, 60 3.L-Spiele seit 2020) aus Hamburg, Felix Wagner (24, 13 3.L-Spiele seit 2024) aus Glött (Bayern) und Jarno Wienefeld (26, 23 3.L-Spiele seit 2023) aus Hamburg.

Bei den Assistenten steigen Tobias Fritsch (34, Baden, 105. 2.BL-Spiele seit 2016), Patrick Kessel (35, Südwest, 102 2.BL-Spiele seit 2016), Fabian Maibaum (37, Westfalen, 117 2.BL-Spiele seit 2015), Asmir Osmanagic (33, Württemberg, 110 2.BL-Spiele seit 2016), Tobias Schultes (34, Bayern, 77 2.BL-Spiele seit 2018)  und Mitja Stegemann (36, Mittelrhein, 13 1.BL- und 72 2.BL-Spiele seit 2018) in die 1. Bundesliga auf. Arne Aarnink (40, Niedersachsen, 104 1.BL- und 70 2.BL-Spiele seit 2007) kehrt zudem auf die Liste zurück. Sie ersetzen Frederick Assmuth, Arno Blos, Guido Kleve und Marcel Pelgrim, die ihre Karrieren beenden.

Bei den spezialisierten Video-Assistenten wird Markus Schmidt durch Nicolas Winter ersetzt.

Aufsteiger in die 3. Liga: Jonah Besong (27, Niederrhein), Sebastian Hilsberg (24, Südwest), Cengiz Kabalakli (27, Westfalen), Lennart Kernchen (24, Niedersachsen), Davina Lutz (30, Bayern), Niclas Rose (26, Mecklenburg-Vorpommern), Simon Schreiner (27, Bayern), Ben Uhrig (24, Hamburg)
nicht mehr 3. Liga: Jonas Brombacher, Tobias Wittmann
Aufsteiger 2.BL-Assistent: Christoph Kluge, Alexander Roppelt, Tobias Severins, Hannes Ventzke

19. Mai 2025

Europa-League-Finale für Zwayer

Felix Zwayer wird am 21. Mai das Europa-League-Finale zwischen Tottenham Hotspur und Manchester United leiten. Für den 44-jährigen Berliner dürfte dieses Spiel zusammen mit dem EM-Halbfinale den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere darstellen. Mit 37 Champions-League-Einsätzen und der EM-Teilnahme 2024 gehört er zu den erfahrensten UEFA-Referees. 

Tottenham Hotspur hat von 2 Spielen unter Zwayer 1 verloren und 1 unentschieden gespielt. Manchester United ist mit 2 Siegen und 2 Unentschieden unter Zwayers Spielleitung noch unbesiegt. Beide Vereine sind in diesen Spielen ohne Platzverweis ausgekommen.

In Bilbao wird Zwayer von seinem seit dieser Saison üblichen Team assistiert. Dazu gehören die Assistenten Robert Kempter (37 Jahre alt, 8 CL-Spiele) und Christian Dietz (40, 9). Wie im CL-Halbfinale sind Bastian Dankert und Benjamin Brand als Video-Assistenten mit dabei und werden vom Spanier Carlos del Cerro Grande unterstützt. Als Vierter Offizieller ist der italienische Elite-Schiedsrichter Maurizio Mariani angesetzt. 

Weitere UEFA-Finals:
CL, Paris Saint-Germain - Inter Mailand: Istvan Kovacs (Rumänien)
ECL, Chelsea London - Betis Sevilla: Irfan Peljto (Bosnien-Herzegowina)
WCL, Arsenal London - FC Barcelona: Ivana Martincic (Kroatien)

12. Mai 2025

Pokalfinale für Dingert

Christian Dingert wird das Pokalfinale zwischen Arminia Bielefeld und VfB Stuttgart am 24. Mai leiten. Der 44-jährige Pfälzer hat seit seinem Aufstieg 2010 bisher 200 Bundesliga-Spiele geleitet und gehörte zwischenzeitlich zur UEFA-First-Kategorie. 

Arminia Bielefeld hat mit insgesamt 5 Siegen bei 2 Unentschieden und 3 Niederlagen eine positive Bilanz unter Dingerts Leitung, im Pokal sind sie dabei sogar noch unbesiegt. Das letzte Spiel war die Relegations-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden 2023. In diesen Partien gab es zwei Platzverweise für die Westfalen - beide 2011 in Darmstadt. Die Stuttgarter haben ebenfalls eine positive Bilanz mit dem Final-Schiedsrichter (14S-9U-7N), in der aktuellen Saison gab es einen Sieg in Heidenheim und ein Unentschieden in Hoffenheim. Insgesamt gab es von Dingert nur einen VfB-Platzverweis, 2019 in Düsseldorf.

Die Assistenten von Christian Dingert sind mit Benedikt Kempkes und Nikolai Kimmeyer die beiden, die ihn auch in der Bundesliga regelmäßig begleiten. Kempkes ist 39 Jahre alt und stand seit 2016 115 Mal in der Bundesliga an der Seitenlinie. Der 33-jährige Kimmeyer hat seit 2023 in 37 Bundesliga-Spielen assistiert. Für die Ordnung bei den Trainerbänken und die Durchführung der Auswechslungen wird Robert Hartmann zuständig sein. Als Video-Assistenten agieren Benjamin Brand und Felix-Benjamin Schwermer.

14. April 2025

Zwayer fährt zur Klub-WM

Felix Zwayer gehört zu den 29 Schiedsrichtern, die von der FIFA für die Klub-Weltmeisterschaft im Sommer nominiert wurden.

Für den 43-jährigen Immobilienkaufmann Zwayer aus Berlin ist es das zweite große Turnier nach der EM 2024. Mittlerweile kann er auf die Erfahrung aus unter anderem 15 EM/WM-Qualifikationsspielen, 10 Nations-League-Spielen, 36 Champions-League-Spielen und 243 Bundesligaspielen zurückgreifen. Das Turnier können einen wichtigen Schritt Richtung WM 2026 darstellen.

Zwayers SRA1 ist Robert Kempter aus Stockach (Südbaden). Der 37-Jährige ist zum ersten Mal bei einem großen Turnier nominiert und war bisher unter anderem bei 7 Champions-League-Spielen und 242 Bundesliga-Spielen als Assistent aktiv.
Sein SRA2 ist Christian Dietz aus Kronach (Bayern). Der 40-Jährige feiert ebenfalls sein Turnier-Debüt und hat unter anderem in 8 Champions-League-Spielen und 203 Bundesliga-Spielen assistiert.

Der deutsche Video-Assistent bei dem Turnier ist Bastian Dankert (aus Rostock, 44 Jahre alt, FIFA-SR bis 2024, 173 BL-Spiele als SR, 55 CL-Spiele als VAR1).

Alle Schiedsrichter:
Ramon Abatti (Brasilien), Ivan Barton (El Salvador), Dahane Beida (Mauretanien), Juan Benitez (Paraguay), Espen Eskas (Norwegen), Alireza Faghani (Australien), Salman Falahi (Katar), Yael Falcon (Argentinien), Drew Fischer (Kanada), Cristian Garay (Chile), Mustapha Ghorbal (Algerien), Istvan Kovacs (Rumänien), Francois Letexier (Frankreich),  Danny Makkelie (Niederlande), Szymon Marciniak (Polen), Said Martinez (Honduras),  Glenn Nyberg (Schweden), Michael Oliver (England), Tori Penso (USA), Cesar Ramos (Mexiko), Wilton Sampaio (Brasilien), Issa Sy (Senegal), Ilgiz Tantashev (Usbekistan), Anthony Taylor (England),  Facundo Tello (Argentinien), Clement Turpin (Frankreich), Jesus Valenzuela (Venezuela), Slavko Vincic (Slowenien), Felix Zwayer (Deutschland)

Alle Video-Assistenten:
Khamis Al-Marri (Katar), Mahmoud Ashour (Ägypten), Ivan Bebek (Kroatien), Jerome Brisard (Frankreich), Bastian Dankert (Deutschland), Carlos del Cerro Grande (Spanien), Marco di Bello (Italien), Rob Dieperink (Niederlande), Hamza El Fariq (Marokko), Shaun Evans (Australien), Nicolas Gallo (Kolumbien), Leodan Gonzalez (Uruguay), Tatiana Guzman (Nicaragua), Alejandro Hernandez (Spanien), Tomasz Kwiatkowski (Polen), Juan Lara (Chile), Hernan Mastrangelo (Argentinien), Ming Fu (China), Erick Miranda (Mexiko), Obaid Mohammed (VAE), Guillermo Pacheco (Mexiko), Juan Soto (Venezuela), Bram van Driessche (Belgien), Armando Villareal (USA)

Alle Reserve-Schiedsrichter:
Omar Al Ali (VAE), Campbell Kawana-Waugh (Neuseeland), Ning Ma (China), Ibrahim Mutaz (Libyen), Jean-Jacques Ndala (DR Kongo), Gustavo Tejera (Uruguay)

18. Februar 2025

Volker Roth verstorben

Der ehemalige Schiedsrichter und langjährige Funktionär Volker Roth ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Er prägte über Jahrzehnte das deutsche und internationale Schiedsrichterwesen und hatte wesentlichen Einfluss auf dessen Entwicklung.

Volker Roth leitete insgesamt 128 Bundesligaspiele. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn gehörten die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko als FIFA-Schiedsrichter, das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft 1984 sowie das DFB-Pokalfinale 1984 zwischen Bayern München und Borussia Mönchengladbach. Er galt als besonnener und regelkundiger Unparteiischer.

Nach seiner aktiven Zeit übernahm Roth von 1995 bis 2010 den Vorsitz des DFB-Schiedsrichterausschusses und setzte sich für die Professionalisierung und Ausbildung von Schiedsrichtern ein. Darüber hinaus war er Mitglied der UEFA-Schiedsrichterkommission und engagierte sich auch auf europäischer Ebene für die Weiterentwicklung des Schiedsrichterwesens.

Volker Roth hatte großen Einfluss auf die Strukturen und die Nachwuchsförderung im Schiedsrichterbereich. Sein Fachwissen und seine langjährige Erfahrung wurden geschätzt, sowohl in Deutschland als auch international.

9. Februar 2025

Felix Brych beendet beeindruckende Schiedsrichter-Karriere

Nach mehr als zwei Jahrzehnten auf höchstem Niveau hat Felix Brych das Ende seiner Karriere als Schiedsrichter angekündigt. Der 49-jährige Jurist wird seine Pfeife nach der laufenden Saison an den Nagel hängen. Eine Entscheidung, die wohlüberlegt ist – sowohl mit seiner Familie als auch mit dem DFB hat Brych diesen Schritt abgestimmt.

Eine Karriere voller Rekorde und Highlights

Mit 352 Einsätzen in der Bundesliga hält Brych den Rekord für die meisten Spielleitungen in Deutschlands höchster Spielklasse. Bereits zu Beginn der aktuellen Saison übertraf er die bisherige Bestmarke von Wolfgang Stark und festigte damit seinen Platz in den Geschichtsbüchern des deutschen Fußballs.

Sein Debüt in der Bundesliga gab der gebürtige Münchner 2004, nachdem er sich zuvor durch die unteren Ligen hochgearbeitet hatte. Seither leitete er nicht nur unzählige Top-Spiele im deutschen Fußball, sondern stand auch bei den größten internationalen Turnieren auf dem Platz.

Internationale Erfolge und Auszeichnungen

Brych hat in seiner langen Laufbahn zahlreiche prestigeträchtige Endspiele gepfiffen. Von der Europa League über den DFB-Pokal bis hin zum Champions-League-Finale – kaum ein anderer deutscher Unparteiischer hat eine derart beeindruckende Vita. Auch auf der Weltbühne war er gefragt: WM- und EM-Einsätze, Olympia-Spiele und insgesamt 69 Champions-League-Partien sprechen für sich.

Seine herausragenden Leistungen blieben nicht unbeachtet. Gleich mehrfach wurde er als bester Schiedsrichter Deutschlands ausgezeichnet, 2017 und 2021 erhielt er sogar die Ehrung als Welt-Schiedsrichter des Jahres.

Der hohe Preis der Spitzenleistung

Doch auch für einen Top-Referee sind die Jahre im Spitzensport nicht spurlos geblieben. Verletzungen machten ihm zuletzt zu schaffen, darunter ein Kreuzbandriss im Jahr 2023. Nach monatelanger Pause kehrte er zurück, musste aber auch in dieser Saison erneut pausieren. Der immense körperliche und mentale Aufwand, um auf diesem Niveau zu bestehen, hat letztlich zu seiner Entscheidung beigetragen.

Brych verlässt die Bühne als einer der erfolgreichsten und angesehensten Schiedsrichter der Fußballgeschichte. Sein Name bleibt mit dem deutschen und internationalen Fußball untrennbar verbunden. Nun steht ein neues Kapitel in seinem Leben bevor – welchen Weg er nach seiner aktiven Karriere einschlägt, bleibt abzuwarten.

11. Dezember 2024

Badstübner und Jöllenbeck neu auf der FIFA-Liste

Da Bastian Dankert und Christian Dingert ihre internationalen Karrieren beenden, werden zwei Plätze für Deutschland bei der FIFA frei.

Zum einen wurde dafür Florian Badstübner ausgewählt. Der 33-Jährige aus Nürnberg steht seit 2020 auf der Bundesliga-Liste und hat seitdem dort 55 Spiele absolviert. 

Auf die FIFA-Liste kommt auch Matthias Jöllenbeck aus Freiburg. Der 37-Jährige stand seit 2020 49 Mal in der Bundesliga auf dem Platz.

Zusätzlich werden Christof Günsch und Sven Waschitzki-Günther neue deutsche FIFA-Assistenten und ersetzen Marco Achmüller und Stefan Lupp. Der 38-jährige Günsch kommt aus Darmstadt und stand 2016 bei bisher 108 Bundesliga-Spielen an der Linie, zunächst lange im Team von Markus Schmidt, dazu auch bei Bibiana Steinhaus und aktuell bei Sascha Stegemann. Waschitzki ist 37 Jahre alt, wohnt in Bremen und hat seit 2017 in 84 Bundesliga-Spielen assistiert, zunächst bei Sören Storks, dann seit dessen Aufstieg bei Daniel Schlager.

Bei den internationalen Video-Assistenten kommen Benjamin Brand und Pascal Müller neu hinzu.

Die deutschen FIFA-Schiedsrichter 2025:
Florian Badstübner, Sven Jablonski, Matthias Jöllenbeck,  Harm Osmers, Daniel Schlager, Robert Schröder, Daniel Siebert, Sascha Stegemann, Tobias Stieler, Felix Zwayer

Die deutschen FIFA-Assistenten 2025:
Eduard Beitinger, Christian Dietz, Rafael Foltyn, Christian Gittelmann, Christof Günsch Lasse Koslowski, Robert Kempter, Dominik Schaal, Jan Seidel, Sven Waschitzki-G.

Die deutschen FIFA-Video-Assistenten 2025:
Benjamin Brand, Bastian Dankert, Christian Dingert, Pascal Müller, Harm Osmers, Daniel Schlager, Daniel Siebert, Sascha Stegemann, Tobias Stieler, Felix Zwayer

4. August 2024

Aytekin ist Schiedsrichter des Jahres

Aktuell bereiten sich die Bundesliga-Schiedsrichter, nacheinander in zwei Gruppen, in Herzogenaurach auf die neue Saison vor. Neben den neuen Regeln, organisatorischen Informationen und Fitnessübungen stehen dort auch Ehrungen auf dem Programm.

Der Franke Deniz Aytekin wurde zum dritten Mal als Deutschlands Schiedsrichter des Jahres ausgewählt. Er hat in der abgelaufenen Saison 18 Spiele in der Bundesliga geleitet, darunter Topspiele wie Dortmund-Bayern, Stuttgart-Leverkusen und Leipzig-Dortmund. Zudem war er im Relegations-Rückspiel im Einsatz. Erstmals haben über diesen Titel die deutschen Schiedsrichter abgestimmt, ebenfalls nominiert waren Marco Fritz und Felix Zwayer.

Aytekin hat seit 2008 236 Spiele in der ersten Liga geleitet und wird regelmäßig für brisante Spiele angesetzt. International war er von 2011 bis 2021 unterwegs, darunter einige Jahre in der UEFA-Elite-Kategorie, und hat dabei unter anderem 21 Champions-League-Spiele gepfiffen.

Als Schiedsrichterin des Jahres haben die DFB-Referees Fabienne Michel gewählt. Sie erhält die Auszeichnung zum ersten Mal, nachdem sie ihre Debütsaison in der 3. Liga absolviert hat. Auch ihre Leistungen in der Frauen-Bundesliga (u.a. das Topspiel Wolfsburg-Bayern) und ihre ersten internationalen Schritte haben vermutlich eine Rolle gespielt.